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Schutz der floristischen Artenvielfalt in Bayern

Quelle/Bild: Naturbildarchiv Günter. Eine artenreiche Flora ist Grundlage in allen Lebensräumen und für viele ökosystemare Beziehungen – die Schafgarben-Bohrfliege kann nur auftreten, wenn deren alleinige Futterpflanze die Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe vorkommt.

Aus der Schwerpunktausgabe 9/10-2021 „Erfassung und Schutz der Pflanzenvielfalt

Schutz der floristischen Artenvielfalt in Bayern

Von Andreas Zehm und Marcel Ruff

Neben der Klimakrise ist der irreversible Rückgang der Artenvielfalt einer der dramatischsten globalen Prozesse der heutigen Zeit. Um dem entgegenzutreten, wurde der Artenschutz in Bayern deutlich aufgewertet und auch der botanische Artenschutz gestärkt. Auf Grundlage der floristischen Kartierung und eines seit den 1980er-Jahren laufenden Artenhilfsprogramms werden die Anstrengungen verstärkt, die erarbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen umzusetzen. Wichtigster Ansatz ist, eine dauerhafte Struktur für den Artenschutz durch ein Landkreisbetreuersystem zu etablieren, gerade auch um den neuen Herausforderungen durch Klimawandel und intensivierte Landnutzung zu begegnen. Allerdings zeigen aktuelle Untersuchungen auch, dass zunehmend die mittelhäufigen Arten zurückgehen, so dass gerade in Bezug auf den Biotopverbund und den Einsatz gebietsheimischer Pflanzen diese Artengruppe in den Fokus genommen werden muss. Dargestellt werden die aktuellen Ansätze zum botanischen Artenschutz in Bayern, die auch neue Chancen für den Insektenschutz eröffnen.

DOI: 10.17433/9.2021.50153951.468-474


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1.9.2021