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Sicherung der Qualität und Quantität von Hamburgs Natur in einer sich verdichtenden Metropole: Ergebnis der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“

Quelle/Bild: Foto: NABU/Mareike Franke.

Aus Ausgabe 7-2020

Bernd-Ulrich Netz und Christian Gerbich

Der Naturschutzbund Hamburg (NABU) hat im Jahr 2017 die Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ gestartet, die sich gegen den Flächenverbrauch durch Bautätigkeiten – d. h. Wohnungsbau, Gewerbeansiedelung und Infrastrukturprojekte – richtete. Nach Vorlage von 23 000 Unterschriften verhandelte der NABU mit dem hamburgischen Landesparlament und schloss eine Vereinbarung, die quantitative und qualitative Ziele für die hamburgische Natur, die dafür notwendigen Ressourcen und ein Berichtssystem vorsieht. Es sollen mindesten 10,0 % der Landesfläche als Naturschutzgebiet und 18,9 % als Landschaftsschutzgebiet gesichert werden. Für die Grünflächen der inneren Stadt wurden zusätzliche Mechanismen zur Erhaltung und naturschutzfachlichen Aufwertung vereinbart. Das gesamte Stadtgebiet wird mit Hilfe von Biotopkartierungen alle fünf Jahre naturschutzfachlich bewertet. Binnen zehn Jahren soll der durchschnittliche Biotopwert der Landesfläche steigen, für die Flächen der Naturschutzgebiete wurde ein Anstieg um einen halben Punktwert vereinbart. Außerdem soll für weitere neun Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Lebensraumtypen ein günstiger Erhaltungszustand erreicht werden.

NABU – Volksinitiative – Grünflächenerhaltung – Stadtökologie – Flächeninanspruchnahme – Innenentwicklung – Schutzgebiete – Biotopkartierung

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1.7.2020