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Steigerung der Artenvielfalt in nutzungsabhängigen FFH-Lebensräumen

Aus Ausgabe 2-2021

Der fortschreitende Biodiversitätsverlust ist umkehrbar: Steigerung der Artenvielfalt in nutzungsabhängigen FFH-Lebensräumen durch großflächiges, naturschutzkonformes Management

Von Antje Lorenz, Axel Schonert, Katrin Henning und Sabine Tischew

Ausmaß und Geschwindigkeit des seit Jahrzehnten fortschreitenden Rückgangs der biologischen Vielfalt in Deutschland sind beispiellos und haben sich zu einer regelrechten Biodiversitätskrise entwickelt. Dabei betrifft der langjährige Abwärtstrend der Artenvielfalt nicht nur die intensiv genutzte Agrarlandschaft, sondern auch Schutzgebiete. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Entwicklung der Artenzahlen bei den Gefäßpflanzen sowie der Entwicklung des Brutbestands von Vogelarten des Offenlands in der 800 ha großen „Halboffenen Weidelandschaft Oranienbaumer Heide“, dass der Verlust der Artenvielfalt als Folge langjähriger Sukzessionsprozesse nicht nur gestoppt, sondern die Artenvielfalt durch ein großflächiges, naturschutzkonformes und zugleich langfristig angelegtes Offenlandmanagement enorm gesteigert werden kann. Die signifikante Zunahme der mittleren Pflanzenartenvielfalt – insbesondere bedingt durch die Zunahme von Zielarten und Magerkeitszeigern – geht mit einer deutlichen Verbesserung der lebensraumtypischen Habitatstrukturen einher. Die offensichtliche Zunahme der Arthropoden sowie die verbesserten Habitatstrukturen führten zudem zu einer belegbaren Förderung avifaunistischer Zielarten.

DOI: 10.17433/2.2021.50153879.74-82


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1.2.2021