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Strukturbereicherung der Agrarlandschaft auf Grundlage eines GIS-basierten Verfahrens

Aus Ausgabe 12-2020

Strukturbereicherung der Agrarlandschaft: neues GIS-basiertes Verfahren bietet Basis für Entscheidungsträgerinnen und -träger

Von Falko Haak und Thomas Weiß

Eine strukturarme Agrarlandschaft wirkt sich negativ auf den Naturhaushalt und die biologische Vielfalt aus. Bislang gab es keine einfache, praxistaugliche Methode, mit der sich die „Strukturarmut“ mit konkreten Zahlen belegen und neu anzulegende Landschaftselemente planen lassen. Das neu entwickelte GIS-basierte Verfahren führt die dafür notwendigen Daten zusammen: Mit der integrierten, automatisierten Standortvorauswahl dient es einerseits als Planungsgrundlage für die Strukturbereicherung der Agrarlandschaft, andererseits liefert es Argumente gegenüber lokalen Akteurinnen und Akteuren. Im GIS werden dafür sechs flächenhafte Kriterien verarbeitet. Je mehr Kriterien am Standort für neue Strukturen sprechen, umso höher ist der Mehrwert einer Neupflanzung für die Agrarlandschaft. Das Verfahren wurde bereits in der LEADER-Region Elbe-Röder-Dreieck anhand von Hecken, die ökologisch besonders wertvolle Elemente darstellen, erprobt. Durch die flächendeckende Standortsuche ist es für Entscheidungsträgerinnen und -träger nun möglich, sich auf Standorte mit möglichst hohem Mehrwert zu konzentrieren. Der leicht nachvollziehbare fachlich fundierte Ansatz und die kartographische Ergebnisausgabe führen dabei zu einer hohen Akzeptanz bei lokalen Akteurinnen und Akteuren.

DOI: 10.17433/12.2020.50153861.539-545


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1.12.2020