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Tausende Gärten – Tausende Arten – Homepage ist online

Alle, die Lust auf das Gärtnern mit einheimischen Wildpflanzen haben, sind eingeladen die Homepage des Projekts "Tausende Gärten – Tausende Arten" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt zu besuchen. Ziel des Projekts ist es, Bürgerinnen und Bürger bundesweit für mehr Artenvielfalt in Privatgärten und städtischen Frei- und Grünflächen zu begeistern und gemeinsam mit Gärtnereien und Saatgutbetrieben die naturnahe Gartengestaltung populärer zu machen. 

  • Sie können sich auf dieser Webseite informieren und zu Schulungen anmelden.
  • Bepflanzen (oder Gestalten) Sie Ihren Balkon, Garten oder andere Freifläche mit einheimischen Wildpflanzen.
  • Registrieren Sie sich für den Newsletter
  • Lassen Sie Ihren Garten prämieren
  • Sie können sich auch zur Testerin oder zum Tester ausbilden lassen.
  • Soziale Medien: Teilen Sie Kampagneninhalte wie Fotos und Tipps auf Facebook und Instagram – Hashtag #tausendegaerten
  • Sie können sich vernetzen und verlinken.
  • Im Herbst wird das Angebot um die „Grüne Landkarte“ ergänzt – eine interaktive Deutschlandkarte, auf der sich Naturgarten-Begeisterte, aber auch Gärtnereien, Saatgutbetriebe und Gartenmärkte registrieren können.

Weniger arbeiten – mehr beobachten:

Zehn Schritte zum Paradies – Tipps und Tricks zur Pflege Ihres Naturgartens

Weniger Jäten – Nur echte Beikräuter entnehmen
Invasive Neophyten vermeiden – Schädliche Arten erkennen und jäten
Wenig schneiden – Gehölzen genug Raum lassen
Weniger mähen – Lebensräume stehen lassen
Ohne Moos nichts los – Im Sommer verschwindet es von selbst
Kein Frühjahrsputz – Laub im Herbst liegen lassen
Nicht Düngen – Je magerer der Standort, desto blütenreicher
Nicht wässern – Wildpflanzen kommen alleine zurecht

Jedem Töpfchen sein Deckelchen – Faszinierende Partnerschaften in der Flora und Fauna

Gefleckte Taubnessel & Gartenhummel
Wiesen-Flockenblume & Kleiner Fuchs
Margerite & Bienenkäfer
Hornklee & Hauhechel-Bläuling
Wildrose & Rosenkäfer
Eberesche & Dompfaff
Labkraut & Taubenschwänzchen
Karde & Stieglitz

Quick-Check für die Prämierung in "Tausende Gärten — Tausende Arten"

Wie sollte mein naturnaher Garten gestaltet sein?

  • Naturnahes Gärtnern ist ressourcenschonend, nachhaltig und lässt der Eigendynamik im Garten Raum, das bedeutet der Garten wird zwar gepflegt, darf sich aber natürlich entwickeln.
  • Die verwendeten Materialien, Stoffe und Dünger sind möglichst sozial und ökologisch verträglich sowie aus regionaler Herkunft.
  • Der Garten bietet Lebensräume für Pflanze, Tier und Mensch und möglichst viele unterschiedliche Biotopelemente wie Nisthilfen und Trockenmauern. Auch Funktionsflächen wie Wege, Plätze, Mauern, Wände, Dächer sind teils begrünt und als Lebensraum gestaltet; Regenwasser kann versickern.
  • Durch die Pflege des Gartens wird die biologische Vielfalt gefördert, beispielsweise bleiben einige Staudenstängel als „Puppenstube“ für Insekten stehen. Ansonsten wird organisches Material kompostiert oder als Mulch verwendet.
  • Es gibt keine invasiven Neophyten, also Pflanzen, die gebietsfremd sind und einheimische Pflanzen verdrängen und die biologische Vielfalt beeinträchtigen.

 

Das Projekt "Tausende Gärten - Tausende Arten" im Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Laufzeit: Dezember 2019 – November 2025

Gesamt-Finanzvolumen: 1,98 Mio. €

Koordinierender ProjektpartnerDeutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. – E-Mail: info(at)gg1822.de

Projektpartner: Wissenschaftsladen Bonn e.V. (WILA), Agentur für nachhaltige Kommunikation tippingpoints GmbH

Kooperationspartner: Naturgarten e.V.

Fördergeber und inhaltliche Begleitung: Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Förderung mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „In Deutschland verfügen etwa 36 Millionen Menschen über einen Garten. Diese Fläche stellt für die biologische Vielfalt in Deutschland ein großes Potenzial dar. In Anbetracht des vielfach belegten Insektenschwunds ist es wichtig solche Potenziale auszuschöpfen. Mit dem neuen Projekt wollen wir Natur- und Gartenfreunde zum Mitmachen anregen und Interesse und Begeisterung wecken, im eigenen Garten Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen zu schaffen. Solche Orte sind zugleich wertvolle Räume der Naturerfahrung. Wir stärken damit die Natur in unseren Städten und Gemeinden.“

Ziel des Projektes ist, immer mehr Privatpersonen und öffentliche Institutionen in Deutschland dafür zu gewinnen, ihre Flächen in artenreiche, naturnahe Oasen umzugestalten. Dazu zählen neben den Privatgärten auch Flächen von kommunale Einrichtungen, Vereinen, Industrie, Handel und Gewerbe. Dabei setzen die Projektpartner an drei konkreten Handlungsfeldern an:

  • Über den Aufbau einer Online-Plattform soll ein aktives Akteurs- und Wissensnetzwerk geschaffen werden. Interessierte erhalten auf der Website Tipps und Empfehlungen im Austausch mit erfahrenen Naturgärtnerinnen und Naturgärtnern.
  • Saatgutbetriebe und Gärtnereien werden für die Herstellung von Regio-Saatgutmischungen und Pflanzensets gewonnen und Gartenmärkte, die ein Wildpflanzensegment in ihrem Angebot aufbauen wollen, für den Vertrieb geworben. Das Projekt liefert ihnen Unterstützung bei der Vermarktung und bietet Weiterbildungen an.
  • Die Themen „artenreiche Gärten“ und „naturnahes Gärtnern“ werden darüber hinaus für die Öffentlichkeit aufbereitet: Infomaterialien, Pflanzpakete, aber auch Kurzfilme, Blogs, Veranstaltungen und Workshops sollen das Interesse für naturnahe Gärten wecken und Gartenbesitzerinnen und -besitzer dabei unterstützen, den eigenen Garten für mehr biologische Vielfalt umzugestalten. Vorbildlich naturnah gestaltete Gärten werden zudem ausgezeichnet.


Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wird seit 2011 durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt. Gefördert werden Vorhaben, denen im Rahmen der NBS eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen tragen dazu bei, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie dienen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt und gehen über die rechtlich geforderten Standards hinaus. Akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation tragen dazu bei, das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt zu stärken.

Homepage: www.tausende-gaerten.de

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. 

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

 

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In dieser Schwerpunktausgabe wird beleuchtet, was das Bundesprogramm leisten kann und wie die darin geförderten Projekte dazu beitragen können, die biologische Vielfalt in Deutschland zu schützen und zu entwickeln. Wir möchten das Programm vorstellen und zur Einreichung von Projektideen anregen. Darüber hinaus soll anhand einer Projektauswahl eine erste Bilanz der bisherigen Erfolge bzw. auch Misserfolge der Projekte gezogen werden. Ziel ist es, Erfolg versprechende Maßnahmen und Herangehensweisen aufzuzeigen, aber auch zu analysieren, welche Umstände die Zielerreichung in einem Projekt erschweren können.

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20.07.2020