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Umgang mit Neobiota und Zielarten in Naturdynamik- und Entwicklungszonen deutscher Nationalparks

Quelle/Bild: Grafik: nach Nehring et al. 2013 und 2015b und Rabitsch und Nehring 2017

Aus Ausgabe 11-2019

Janneke R. Westermann, Doreen Schmiedel, Volker Scherfose und Goddert von Oheimb

In dieser Studie wird das Management von Neobiota und Zielarten in den Naturdynamik- und Entwicklungszonen der terrestrischen Nationalparks (NLP) in Deutschland untersucht. Damit steht das in den NLP auftretende Spannungsverhältnis zwischen dem Ziel des Prozessschutzes und der Durchführung von Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität im Fokus. Anhand einer Erhebung von Grundlagendaten in 12 der 16 deutschen NLP wurden Übersichten der in den NLP vorkommenden Neobiota und der im Zeitraum 2006 – 2016 durchgeführten Maßnahmen gegen Neobiota und für Zielarten erstellt. Weiterhin wurden zwei Entscheidungsfindungsverfahren entwickelt, anhand derer die Maßnahmen bewertet wurden. Die Studie belegt, dass der Vorsorge im Zusammenhang mit Neobiota in den NLP bisher zu wenig Gewicht gegeben wird. Weiterhin ist erkennbar, dass der untersuchte Zielkonflikt derzeit in fast allen betrachteten NLP besteht. Er kann durch eine Reduktion der Anzahl bzw. der Intensität von Maßnahmen vermindert oder ggf. durch eine Neuzonierung gelöst werden. Für die Bewertung gebietsfremder Arten ist zudem das zugrunde gelegte Konzept von Natürlichkeit, das eine historische oder aktualistische Perspektive haben kann, eine wesentliche Bezugsgrundlage.

Neobiota – Zielarten – Nationalpark – Management – Artenschutz – Prozessschutz – Naturdynamikzone

DOI: 10.17433/11.2019.50153749.472-483

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