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Verband Deutscher Naturparke kooperiert mit Nationalen Geoparks

Seit 2018 kooperiert der Verband Deutscher Naturparke (VDN) mit anerkannten Nationalen Geoparks und stellt sie jetzt auf seiner Website vor. Als Nationaler Geopark können klar abgegrenzte Gebiete zertifiziert werden, die aufgrund ihrer geowissenschaftlichen Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit charakteristisch für eine Landschaft sind und für ihre Entstehungsgeschichte stehen.

Naturparke und Geoparks sind in ihrer Arbeitsweise und ihren Strukturen sehr ähnlich, haben teilweise sich überschneidende Gebietskulissen sowie sich ergänzende Arbeits- und Aufgabenfelder. Diese Gemeinsamkeiten bilden die Grundlage für die Kooperation, in der eine Zusammenarbeit der Naturparke und der Geoparks unter dem Dach des VDN erprobt wird. Ziel ist die Nutzung von gemeinsamen Erfahrungen und Synergieeffekten, um so zur Bündelung der Kräfte in den ländlichen Räumen beizutragen. Dabei sollen – trotz aller Gemeinsamkeiten – die unterschiedlichen Profile der Naturparke und der Geoparks erhalten bleiben.

In den Aufgabenbereichen Bildung, Erholung und nachhaltiger Tourismus sowie nachhaltige Regionalentwicklung werden ähnliche Ziele verfolgt. Die Geoparks konzentrieren sich stärker auf das Thema Geologie, Erdgeschichte sowie den Erhalt von Geotopen, wohingegen bei den nach § 27 Bundesnaturschutzgesetz ausgewiesenen Naturparken die belebte Natur sowie deren Schutz im Zentrum stehen. Doch das stellt keinen Gegensatz dar, sondern findet seine Verbindung z.B. darin, dass spezielle geologische Strukturen die Grundlage für schützenswerte Lebensräume bilden.

Die Trägerorganisationen der vier UNESCO Global Geoparks Bergstraße-Odenwald, Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen, TERRA.vita und Vulkaneifel sind gleichzeitig Träger von Naturparken und als solche bereits Mitglied des VDN.

Neue Kooperationspartner des VDN sind die vier Nationalen Geoparks Bayern-Böhmen, Ries, Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen und Westerwald-Lahn-Taunus sowie der transnationale UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen.

Geoparks vermitteln Zusammenhänge von Erdgeschichte/Geologie und Entwicklung der jeweiligen Kulturlandschaft. Markante Aufschlüsse, außergewöhnliche Felsformationen und Höhlen, darüber hinaus auch Schaubergwerke und geowissenschaftliche Museen laden zu Ausflügen und Urlaubsreisen ein und fördern damit den "Geotourismus", der in strukturschwachen Räumen ein wichtiges Instrument der regionalen Entwicklung darstellt.

 

Verband Deutscher Naturparke e.V.

 

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20.02.2019