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Vorstellung der EU-Biodiversitätsstrategie und Farm-to-Fork-Strategie

Heute mittag hat die EU ihre Biodiversitätsstrategie und die „Vom Hof auf den Teller“-Strategie für eine umweltfreundlichere Produktion von Lebensmitteln vorgestellt. Ziel ist, weniger Pestizide, Antibiotika und Düngemittel einzusetzen, Tierschutz zu verbessern und Fischerei nachhaltiger zu gestalten.

Presseinformation der EU

EU Biodiversity Strategy for 2030

Vom Hof auf den Tisch – eine Strategie für ein faires, gesundes und umweltfreundliches Lebensmittelsystem

Naturschutzfläche soll sich bis 2030 fast verdoppeln   (Focus, 20.5.2020, 12.44 Uhr)

Gute Lebensmittel, mehr Artenschutz: Pläne zum "Green Deal" (Stuttgarter Nachrichten, 20.5.2020, 13.05 Uhr)

 

Heute ist auch Weltbienentag – ausgerufen von den Vereinten Nationen.

Pressemitteilung des Deutschen Naturschutzrings:

Weltbienentag – damit es weiter summt und brummt

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber ist für die Biodiversität und die Ernährungssicherheit der Menschheit ungebrochen. Mit der Ausrufung des 20. Mai als Weltbienentag machen die Vereinten Nationen auf die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen aufmerksam. Zahlreiche Naturschutz-, Imker-, und Erzeugerorganisationen setzen sich für diese wichtige Insektengruppe ein.

So fordert etwa das DNR-Mitglied Demeter, dass die Agrarpolitik konsequent an den Bedürfnissen der unentbehrlichen Bestäuber ausgerichtet werden muss. Mit der biodynamischen Wirtschaftsweise und einem Biodiversität-Fokus auf zehn Prozent ihrer landwirtschaftlichen Fläche gehen Demeter-Höfe hier beispielhaft voran. Die Aurelia-Stiftung, ebenfalls unter dem Dach des DNR, setzt ihre Kampagne "Schützt die Biene vor Gentechnik" fort.  Auf der Website können Sie die Kampagne mit Ihrer Unterschrift unterstützen. Wer die Petition unterzeichnet, setzt sich gleichzeitig auch für die europäische Initiative "Stop Gene Drives" ein, die aktuell für ein europaweites Gene-Drive-Moratorium wirbt.

Auch die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten!" geht weiter. Das EBI-Kampagnenbüro arbeitet zwar im Homeoffice, bleibt aber für Anfragen erreichbar. Bei der EU-Kommission ist eine Verlängerung der Zeichnungsfrist beantragt, aber noch es gibt noch keine Entscheidung darüber. Deshalb gilt vorerst die bisherige Zeichnungsfrist Ende September. [mbu]

Bioerzeugerverband Demeter

Aurelia-Kampagne "Schützt die Biene vor Gentechnik"

EBI "Bienen und Bauern retten!

 

Deutscher Naturschutzring e. V. (DNR)

 


 

Lesen Sie dazu auch:

Europäische Bürgerinitiative: Bienen und Bauern retten

90 Organisationen aus 17 EU-Ländern haben eine europäische Bürgerinitiative gestartet und wollen innerhalb eines Jahres insgesamt eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU-Ländern sammeln. Damit kann die EU-Kommission verpflichtet werden, sich mit den gestellten Forderungen zu befassen.

Die Kernforderungen

  1. Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden

    Der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der EU-Landwirtschaft soll bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden. Bis 2035 sollen die EU-Mitgliedstaaten komplett pestizidfrei sein.

  2. Maßnahmen zur Erholung der Artenvielfalt

    Biotopflächen sollen wiederbelebt und landwirtschaftliche Flächen so gestaltet werden, dass sie die Artenvielfalt fördern.

  3. Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern

    Die Landwirt*innen müssen beim notwendigen Übergang zur Agrarökologie unterstützt werden. Kleinteilige, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Strukturen sollen unterstützt, der Ökolandbau ausgebaut sowie die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau gefördert werden.