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Wiederherstellung degradierter Sandheidelebensräume

Aus der Schwerpunktausgabe 4-2021 „Renaturierung als zentrale Aufgabe des Naturschutzes“

Wiederherstellung degradierter Sandheidelebensräume

Von Sabine Tischew, Christian Dolnik, Frank Meyer und Werner Härdtle

Es werden Methoden vorgestellt, die geeignet sind, den Erhaltungszustand der oft großflächig degradierten Sandheiden nachhaltig zu ­verbessern oder Heidelebensräume auf ehemaligen Standorten neu zu etablieren. Dazu zählen neben dem Basismanagement durch eine extensive Beweidung v. a. Gehölzentnahmen und Maßnahmen zur Verjüngung überalterter Heidekrautbestände durch Mahd, Brennen oder Schoppern. Auf vormals als Acker oder Intensivgrünland genutzten Flächen müssen zur Reduktion des Nährstoffniveaus der Oberboden abgetragen und anschließend Zielarten aktiv eingebracht werden. Auf großen Heideflächen muss verstärkt die Chance ergriffen werden, durch einen geeigneten Managementmix wieder vielfältig strukturierte Sandheiden im Mosaik mit offenen Sandflächen, Sandtrockenrasen und Ökotonbereichen im Übergangsbereich zu durchweideten Wäldern zu entwickeln. Für Regionen mit hohen Nährstoffeinträgen werden Nährstoffbilanzen der gängigen Erhaltungsmaßnahmen vorgestellt und Hinweise zur Wiederherstellung günstiger Trophieverhältnisse gegeben. Die Schaffung und Erhaltung halboffener Verbundkorridore zwischen den aktuell oft isolierten Heiden stellt eine große Herausforderung der Zukunft dar.

DOI: 10.17433/4.2021.50153899.184-191


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  • „Renaturierung großflächiger subkontinentaler Sand-Ökosysteme“ von Lorenz et al. in Ausgabe 2-2016
  • „Stand und Perspektiven für das Offenland-Management auf Flächen des Nationalen Naturerbes in Deutschland – unter besonderer Beachtung von Calluna-Heiden“ von Meyer in Ausgabe 3-2015
  • „Atlantische und subkontinental Heiden in Norddeutschland“ von Schellenberg, Bergmeier in Ausgabe 3-2014 

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31.3.2021