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Wirkung und Grenzen der Fuchsjagd am Beispiel des Auerhuhnschutzes

Aus Ausgabe 12-2020

Von der Forschung zur Praxis: Wirkung und Grenzen der Fuchsjagd am Beispiel des Auerhuhnschutzes

Von Jim-Lino Kämmerle, Joy Coppes, Rudi Suchant und Ilse Storch

Der geringe Fortpflanzungserfolg vieler bodenbrütender Vogelarten in der Wald-Offenland-Matrix – darunter in Deutschland auch das Auerhuhn – wird häufig auf hohe Prädatorendichten zurückgeführt. Im praktischen Artenschutz ist die Reaktion darauf oft eine Intensivierung der Prädatorenjagd. Unterschiede in der Jagdintensität auf der Fläche haben aber unklare Auswirkungen auf Prädatorenarten und somit den Prädationsdruck auf die Zielart. Daher ist die Wirksamkeit einer räumlich und zeitlich begrenzten Prädatorenjagd häufig unklar. In diesem Beitrag verknüpfen wir verschiedene Auswertungsmodelle und nutzen deren Vorhersagen, um die Wirksamkeit verschiedener jagdlicher Szenarien für den Artenschutz räumlich zu visualisieren. Außerdem leiten wir daraus konkrete Empfehlungen für eine höhere Wirksamkeit einer Prädatorenkontrolle ab – als Beispiel dient die Fuchsjagd als Artenschutzmaßnahme zugunsten des Auerhuhns. Prädatorenkontrolle kann eine hochwirksame Maßnahme im Artenschutz sein, sie ist allerdings auch mit enormen Hürden verbunden. Um eine Wirksamkeit zu gewährleisten, sollte sie räumlich und zeitlich auf die Ökologie der Zielart abgestimmt, mindestens auf der gesamten Fläche, die für die Zielart relevant ist, koordiniert und mit maximaler Intensität durchgeführt werden.

DOI: 10.17433/12.2020.50153857.525-531


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1.12.2020