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Youth in Nature – Wir sind dann mal draußen (YiN)

Quelle/Bild: Pexels/pixabay.

Ein Projekt im Rahmen der „Initiative Artenkenntnis“.

Es richtet sich an Jugendliche, die

  • zwischen 12 und 18 Jahre alt sind,
  • unsere Tier-, Pflanzen- und Pilzarten von Grund auf kennenlernen möchten,
  • Lust haben, in einer festen Gemeinschaft regelmäßig Exkursionen zu unternehmen: im Wald, am Gewässer, auf der Wiese oder Heide, überall dort, wo man besondere Arten findet,
  • Einblicke in Museen, Naturschutzzentren, Biologische Feldstationen bekommen möchten.

Die Teilnehmenden lernen die Arbeitsmethoden der Profis kennen, erhalten Einblicke in die Naturfotografie und nutzen moderne Medien und Apps zur Bestimmung und Dokumentation von Tieren und Pflanzen. Thema wird zudem der enge Zusammenhang zwischen Klima- und Artenschutz sein. Neben den fachlichen Inhalten stehen aber auch Naturerlebnis, Gemeinschaftsgeist und Abenteuer auf der Agenda.

Die Gruppen werden gegründet am Bodensee und in den Regionen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen.

Die Jugendlichen bezahlen einen Selbstkostenbeitrag von 75 € im Jahr (bei Teilnahme im zweiten Jahr ermäßigt auf 50€). Der Betrag kann aus sozialen Gründen auf Antrag gesenkt werden oder entfallen.

Projektstart verschoben auf Herbst 2020

Bewerbungsfrist verlängert!

Bewerbungsverfahren / Auswahl der Projektteilnehmer/innen

  • Die Schüler/innen bewerben sich über einen Vordruck mit einem Motivationsschreiben. Bewerbungsfrist ist der 1.7.2020
  • Die Anmeldung gilt für ein Jahr, eine Verlängerung für das zweite Jahr ist möglich
  • Bewerbungen finden jährlich statt
  • Mehrfaches Fehlen von Jugendlichen kann zum Nachrücken anderer führen. Es wird erwartet, dass die Jugendlichen alle Angebote wahrnehmen.
  • Alle Jugendliche erhalten am Ende ein Zertifikat für die Teilnahme.

 

Nicht nur bei vielen Arten ist ein dramatischer Rückgang festzustellen, sondern auch bei der Anzahl derjenigen, die sich mit Arten auskennen, die Arten bestimmen können.

Mit dem Modellprojekt „Youth in Nature – wir sind dann mal draußen“ (YiN)“ soll Jugendlichen zwischen 12 – 18 Jahren Interesse und Begeisterung an Artenkenntnis und ökologischen Zusammenhängen vermittelt werden. Ähnlich wie in der 80er-Jahren beim „Deutschen Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN)“ sollen dadurch begeisterte Artenkennerinnen und Artenkenner gewonnen und gefördert werden, die sich längerfristig mit dem Thema befassen. Das Projekt YiN lehnt sich an die  „Initiative Artenkenntnis“  des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg an, deren Schirmherrschaft Ministerpräsident Kretschmann übernommen hat.

Projektziel

Vermittlung von Artenkenntnis über Organismengruppen (Zoologie und Botanik) und ökologischen Zusammenhängen durch Fachleute sowie die entsprechenden Techniken und Methoden. Jedes Thema/jede Artengruppe soll bei zwei Exkursionen im Fokus stehen.

  • Säugetiere, insbesondere Fledermäuse
  • Vögel,
  • Amphibien/Reptilien,
  • Fische und Gewässerorganismen (mit dem Fischmobil des Landesfischereiverbandes),
  • Schmetterlinge, Libellen, Käfer, Wildbienen
  • Pflanzen (Bäume, Sträucher, Blumen, Gräser),
  • PIlze

Durchführung

  • Das Projekt ist für eine maximale Zahl von 100 Jugendlichen vorgesehen. Es werden fünf Gruppen zu je 10 – 20 Jugendlichen in den Regionen Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen, Konstanz und Freiburg gebildet.
  • Jede Gruppe wird bei allen Aktivitäten von einer/m pädagogischen Betreuer/in begleitet. Diese sind Ansprechpartner/innen für die Jugendlichen und deren Eltern. Sie koordinieren die Gruppenaktivitäten und sind zuständig für die detaillierte Ausarbeitung und Begleitung jedes Forschertages (Anfahrt, Treffpunkt, benötigte Ausrüstung, Verpflegung).  Während der zweijährigen Projektlaufzeit nehmen die Jugendlichen an jährlich 5 – 7 Forschertagen (je nach Thema 5 – 8 Stunden / Tag) teil.
  • Die Forschertage werden geleitet von Artenspezialisten, die mit der Gruppe ins Freiland gehen und Organismen der jeweiligen Schwerpunktgruppe bestimmen und die hierfür notwendigen Kenntnisse und Arbeitstechniken vermitteln. Die Bearbeitung der Tiergruppen ist auf den Jahresverlauf abgestimmt. Besondere Ereignisse, wie z. B. Vogelzug, Blühzeiten, Phänologie der Arten werden in der Planung berücksichtigt. Es findet für jede Gruppe eine zweitägige Exkursion mit Übernachtung statt.
  • Je nach Interesse der Jugendlichen sowie nach der Erfahrung des ersten Jahres ist eine Neubesetzung, evtl. auch eine Erweiterung der Anzahl der Gruppen im zweiten Jahr möglich.

Erfolgsmessung

  • Entwicklung eines Tests über Artenkenntnis in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Betreuer/innen und ggf. auch den Artspezialist/innen
  • Erarbeitung des Endberichts, in den die Erfahrungen der Jugendlichen, der pädagogischen Betreuer/innen und der Artspezialist/innen einfließen
  • Entwicklung eines Konzepts zur längerfristigen Weiterführung des Projekts
  • Nach Abschluss des Projektes und fünf Jahre später soll unter den ehemaligen Teilnehmer/innen eine Umfrage stattfinden.

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.


 

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06.05.2020